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[Der Versammlungsstein] Anfängerfehler |
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(soulwarrior) – 12.02.2010, 06:12 Uhr [19 Kommentare] |
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Zunächst einmal möchte ich mich für das durchweg positive Feedback und die tolle Beteiligung im Feedback-Thread der letzten Woche bedanken! Ich hatte den Artikel zwar halbwegs locker von der Hand geschrieben, doch überarbeitete diesen mehrfach. Es ist immer sehr, sehr schön, wenn man anschließend hört, dass sich diese Arbeit ausgezahlt hat!
Heute gibt es im Gegenzug zu letzter Woche wieder mal einen Spalter-Artikel. Während sich manche Spieler, die erst vor kurzem mit dem Spiel begonnen haben, darüber ärgern könnten, dass ich zu weit vorgreife und schon wieder "so hoch gestochene" G'schicht'n [1] behandle, werden sich andere Anfänger, die auch mal "hoch hinaus" wollen, besonders freuen. Ich möchte mich heute einigen der typischen Anfängerfehler widmen, die es zu vermeiden gilt, wenn ihr es zu was bringen wollt. Da es da so einiges gibt und wir keine Zeit verlieren wollen, steigen wir direkt ein!
Allgemeine Verhaltensweisen
Teilt euer Wissen:
Solltet ihr noch halbwegs neu sein, so ist es relativ unwahrscheinlich, dass ihr mehr als ein erfahrener Spieler wisst. [2] Folglich könnt ihr nun wirklich nichts verlieren, wenn ihr euer bestehendes Wissen mit anderen Spielern teilt.
Ganz im Gegenteil, es ist sehr viel wahrscheinlicher, dass euch andere Spieler auf Denkfehler hinweisen oder ihre Betrachtungsweise darlegen, wodurch ihr interessante neue Einblicke gewinnt! Daher solltet ihr euch in jedem Fall an den Diskussionen im Forum beteiligen und so neue Informationen dazu gewinnen.
Spielt euch nicht auf:
Zwar sollte das eigentlich total elementar sein, doch wie mich meine Erfahrung lehrt, meint manch neuer Spieler tatsächlich, dass seine Neuankunft im WoW TCG der Wiederauferstehung Christi gleich kommt und sich doch bitte alle anderen Spieler geehrt fühlen, dass er sie mit ihrer Anwesenheit beglückt.
Solltet ihr nicht gerade tatsächlich Gottes Sohn sein, so ist diese Vorgehensweise nicht empfehlenswert. [3] Darum solltet ihr besser zuhören, wenn ein besserer Spieler sein Wissen mit euch teilt und nicht pauschal alles in Frage stellen. Das heißt nicht, dass ihr alles blind akzeptieren sollt, was man euch so erzählt, aber akzeptiert einfach auch mal, dass jemand mehr weiß als ihr und verinnerlicht das.
So eher nicht...
Verhaltet euch sportlich:
Für mich ist das WoW TCG ja ein Teamsport. Zwar spielt man die meisten Spiele seiner Karriere im 1 vs 1 Format, doch bereitet man sich gemeinsam vor und berät man sich zwischen den Runden mit anderen Freunden auf dem Turnier, so steigen auch unmittelbar die Erfolgschancen. Sportliches Verhalten zahlt sich also nicht nur kurz-, sondern insbesondere auch langfristig aus. Denn mit jedem neu geknüpften Kontakt auf einem Turnier steigen eure zukünftigen Erfolgschancen.
Kommen wir jetzt etwas spezieller zu den Fehlern, die man vor einem Turnier begehen kann.
Vor dem Turnier
Die Deckwahl:
Abhängig vom Anspruch an euch selbst muss auch eure Vorbereitung vor dem Turnier ausfallen. Solltet ihr euch nicht mit einem Platz im Mittelfeld zufrieden geben wollen, so muss entsprechend getestet werden.
Ich möchte damit nicht sagen, dass man mit einem "Fun-Deck" keinen Fun haben kann, aber diese Art von Decks haben ihren Namen nicht ganz unberechtigterweise. Also holt das Turniergewinner-Deck raus, wenn ihr Turniere gewinnen wollt und spart euch das Fun-Deck für Turniere auf, an denen ihr euch sicher seid, auch dann ganz viel Spaß zu haben, wenn ihr 1 zu X geht.
Die Vorbereitung:
Wenn ihr "knapp bei Kasse" seid, dann bucht nicht das Hilton, sondern vielleicht eher die Jugendherberge. Beziehungsweise überlegt euch, ob ihr überhaupt übernachten wollt oder ob es ein 1-tägiger Ausflug mit Hin- und Rückfahrt (bei nahe gelegenen Event Locations durchaus gut möglich) nicht auch tut.
Wer jemals mit einem pampigen Ekop von einem Turnier heim gefahren ist, der dir die halbe Fahrt lang erzählt, wie viel Minus er gemacht hat und dass es ja überhaupt nicht geht, dass er nicht das 80te Mal in Folge in die Top 8 gekommen ist, der weiß, dass sich schlechte Vorbereitung nicht nur negativ auf den Geldbeutel, sondern auch auf das Gemüt auswirkt. [4]
Die Kleinigkeiten:
Schreibt eure Deckliste schon vor dem Turnier, damit ihr vor Ort keine Zeit verliert. Prüft eure Hüllen und stellt sicher, dass diese keine Markierungen aufweisen, sonst verliert ihr Spiele auch noch kampflos und nichts ist ärgerlicher als das. Nehmt euch einen Stift und Zettel mit und am besten noch eine Box mit Würfeln. Das alles werdet ihr benötigen und sich es vor Ort erst zusammen suchen zu müssen, kann sich negativ auf eure Konzentration auswirken.
Und damit sind wir auch schon auf dem Turnier selbst angekommen. Hier gibt es so einige Stolperfallen, die häufig unterschätzt werden.
Auf dem Turnier selbst
Lernt lesen und hört zu:
Solltet ihr mit dem Aushang auf einem größeren Turnier nichts anfangen können, so sinken auch eure Erfolgschancen unmittelbar. Immer wieder erlebe ich neuere Spieler, die nicht wissen, wo sie sich hinsetzen müssen. Oder die sich hinsetzen und sich den Namen ihres Gegners nicht merken. Dann macht möglicherweise der Gegner den Fehler und setzt sich falsch und ihr verliert ebenfalls wertvolle Zeit, in der ihr euch mit eurem eigentlichen Gegner befassen wolltet. Daher merkt euch immer, gegen wen ihr spielt und fragt noch mal nach, um so auch direkt anderen verwirrten Spielern zu helfen.
Ebenfalls wichtig ist das korrekte Befolgen der Durchsagen. Wenn ihr ein Draft-Deck baut und nicht zuhört, wie viel Zeit noch für die Registrierung übrig bleibt, so setzt ihr euch direkt unnötig der Gefahr aus, ein Game Loss zu kassieren.
Mischt! euer! Deck! gründlich!
Ich bin mir sicher, schon Spiele gewonnen zu haben, weil ich besser gemischt habe als mein Gegner. Und da spreche ich jetzt gar nicht von irgendwelchen dubiosen Misch-Techniken, nein, es geht einfach nur um ausreichendes Randomisieren des eigenen Decks.
Wer schlecht mischt, zieht in schlechte Hände. Die sind dann entweder "verstopft", weil ihr haufenweise Quests aufgezogen habt oder halt sonstwie unbrauchbar. Selbst wenn ihr euren Fehler unmittelbar bemerkt und dann beim Mulligan richtig mischt, so habt ihr bereits eine Chance auf eine Top-Hand verspielt.
Als ich das damalige Upper Deck Team auf den Ring der Prüfungen in Leipzig vorbereitete, beschwerten sich die Cracks Karsten und Dirk bei mir, dass die Decks, die ich ihnen in die Hand gedrückt hatte, so schlecht waren. Dann habe ich mir das mal ein paar Minuten mitangesehen und festgestellt, dass die Jungs die Karten NIE richtig gemischt hatten. Im besten Fall hätte man das wohl als "zusammen werfen" bezeichnen können. Und wenn man dann mit einem Kil'zin Deck ständig Hände ohne Verbündete hat, macht man eben nicht viel Druck... nachdem ich beide dazu angemahnt hatte, Seven Piles zu machen und RICHTIG zu mischen, waren plötzlich auch ihre Ergebnisse beim Playtesten ganz anders und sie entwickelten plötzlich sogar richtige Freude an den Decks.
Kennt die Regeln:
Seid während eurer Spiele aufmerksam und befasst euch nicht nur mit eurer Hand, sondern mit dem gesamten Spielfeld. Glaubt nicht alles, was euch euer Gegner erzählt, denn ab und an unterläuft selbst dem erfahrensten Spieler ein Fehler, der sich womöglich in einem erheblichen Nachteil für euch ausdrückt. Dann müsst ihr hellwach sein, einen Judge rufen und diesen die Situation aussortieren lassen. Die Artikel zur Kette und zum Kampfablauf wären hier ein ganz gutes Fundament und auch die gute alte Regelakademie von auenland könnte dazu beitragen, dass ihr schnell wisst, wie das Spiel genau funktioniert.
Müsst ihr in einer Situation einen Schiedsrichter rufen, damit der euch erklärt, wie ihr eure Karten genau einsetzen könnt, so ist das zwar noch nicht direkt ein Weltuntergang, aber bereits ein Nachteil. Euer Gegner wird Sicherheit gewinnen, möglicherweise stellt ihr die Frage dumm, dann gewinnt er direkt auch noch Kenntnis über eure Hand und nun ja, es ist äußerst unwahrscheinlich, dass euch der Judge sagt, wie ihr den Zug bestmöglich durchführen sollt. So könntet ihr bereits hier eine sehr viel bessere Option übersehen, was euch das Spiel kosten kann.
Lasst euch nicht auf Mind Games ein:
Lasst euch nicht in Trash Talk verwickeln, wenn ihr darin nicht besser seid als euer Gegner. Selbst ein lockeres Gespräch vor dem Spiel könnte schon schlecht für euch sein, da ihr das Maximum an Konzentrationsfähigkeit benötigt, um euer Deck richtig zu spielen. Sollte das bei eurem Gegner nicht so sein, so hilft ihm selbst dieser kleine "Kaffeekranz" weiter.
Bessere Spieler könnten euch beiläufig eine Anmerkung hin werfen wie: "Ich bin ja gespannt, wann das erste Blutige Ritual kommt..." und an eurer Reaktion ablesen, ob ihr diese überhaupt spielt, bzw. ihr könntet unkonzentriert ein "Ich habe noch keins der 3 gezogen." antworten und schon hat euer Gegner wieder einen erheblichen Vorteil.
Gebt eurem Gegner keine zusätzliche Information:
Manche Spieler halten ihre Karten auf eine Weise, in der ich von der anderen Spielfeldseite aus auch ohne meine Mentalisten-Kräfte jede einzelne Karte mühelos erkenne. Wenn ich weiß, dass ich keinen Der Geschmack von ArkanemDer Geschmack von Arkanem, 1, Magier , (Gladiators-39U) Sofort-Fähigkeit—Arkan
Dein Held fügt einem Helden oder Verbündeten deiner Wahl 1 Arkanschaden zu. Falls du einen Helden gewählt hast, kannst du eine Karte unterbrechen, die von seinem Beherrscher ausgespielt wurde, es sei denn, er bezahlt für jeden auf diese Weise zugefügten Schaden. umspielen muss, so kann ich sehr viel mehr Druck entwickeln, bzw. in einer Situation "All In" gehen, weil ich weiß, dass mir gar keine Gefahr droht.
Was ich auch schon häufiger gesehen habe sind Spieler, die die Anzahl der Karten ansagen, die sie zwischen ihrem Side und Main Deck austauschen. Das ist ein riesiger Vorteil für jeden guten Spieler. Wenn ich Paladin spiele und meinem Gegner, der auf Kil'zin setzt, sage, dass ich jetzt 8 Karten boarde, so könnte der sofort mit 3 Aegis des VerteidigersAegis des Verteidigers, 4, PaSm, (Magtheridon-1R) Rüstung—Schild, Schildhand (1), 2 VRT
Wenn ein gegnerischer Held oder Verbündeter erschöpft wird, heilt dein Held 2 Schaden von sich selbst., 3 Segen der RettungSegen der Rettung, 1, Paladin , (Illidan-55U) Sofort-Fähigkeit—Schutz
Andauernd: Wenn Segen der Rettung das Spiel betritt, bestimme einen befreundeten Spieler.
Dieser Spieler ist als Ziel unwählbar. und 2 anderen Karten rechnen. Was ihn dann dazu veranlassen wird, in jedem Fall seine Hur ShieldsmasherHur Shieldsmasher, 3, Horde (Azeroth-243C) Verbündeter—Ork Krieger, 2 ANG (Nahkampf), 2 Gesundheit
Wenn Hur Shieldsmasher das Spiel betritt, kannst du eine Rüstung deiner Wahl zerstören. oder Nyn'jahNyn'jah, 4, Horde (Dark Portal-226C) Verbündeter—Troll Schurke, 3 ANG (Nahkampf), 3 Gesundheit
Wenn Nyn'jah das Spiel betritt, kannst du eine gegnerische Ausrüstung deiner Wahl bereit machen. Du kontrollierst diese Ausrüstung, solange Nyn'jah in deiner Gruppe bleibt. rein zu nehmen, wodurch mir meine Aegis des VerteidigersAegis des Verteidigers, 4, PaSm, (Magtheridon-1R) Rüstung—Schild, Schildhand (1), 2 VRT
Wenn ein gegnerischer Held oder Verbündeter erschöpft wird, heilt dein Held 2 Schaden von sich selbst. schon wieder gar nichts bringen könnte.
Wenn ich ihm sage, dass ich keine Karten boarde, so weiß er, dass sein Main Deck auch nicht viel Tuning benötigt, um mich gleich noch mal zu vermöbeln.
Das war so halbwegs spontan eine ziemlich komplette Aufzählung der typischsten Anfängerfehler, die es zu vermeiden gilt. Möglicherweise werdet ihr nun schon während der Lektüre festgestellt haben, dass ihr den ein oder anderen von diesen begeht, dann wisst ihr ja, woran ihr arbeiten könnt. Gerade wenn ihr mehrere der Fehler begangen habt, so könntet ihr euch Niederlagen eingefangen haben, die durchaus vermeidbar waren. Also startet mit dem neuen Wissen hoffnungsvoll ins nächste Turnier und legt dann richtig los!
soul
[1] Ihr könnt das ja nicht so wirklich wissen, wenn ihr mich nicht kennt... aber es ist so: Zu jeder gegebenen Zeit gibt es im soul-Universum ein Lieblingswort™. Das ist ein Wort, das während einer "normalen" Unterhaltung in entspannter Atmosphäre in jedem 7ten Satz (nach einigem Konsum legaler Drogen: 2ten) fällt.
Solche Wörter kommen und gehen wie andere Trends im Leben. Von daher braucht ihr euch nicht zu wundern, wenn "G'schicht'n" derzeit häufiger mal Erwähnung in meinen Artikeln findet. Wenn ihr Glück habt, hält das Wort noch lange genug durch, um auch auf dem nächsten Turnier die Runde zu machen (halb Leipzig kommuniziert nur noch mit halben Sätzen, die mit "G'schicht'n" vervollständigt werden – dort habe ich schon eine Epidemie ausgelöst), ansonsten könnte es auch sehr gut sein, dass ihr es in ein paar Wochen gar nicht mehr antrefft.
[2] Natürlich gibt es die Sonderform mit Spielern, die ihr "gefährliches Halbwissen" gar nicht für sich behalten können. In diesen Fällen müsst ihr diese möglichst schnell identifizieren und dann euren Filter scharf stellen, so dass ihr lediglich die wenigen sinnvollen Informationshappen von ihnen aufnehmt und den White Noise geschickt überhört.
[3] Und obwohl es schon eine Zeit lang her ist, dass ich das letzte Mal in der Bibel gelesen habe, so kann ich mich düster daran erinnern, dass Jesus kein eingebildeter Kotzbrocken war, sondern vielmehr ein extrem gütiger Mensch.
[4] Auf das Gemüt aller Mitfahrer im Fahrzeug wohlgemerkt! Und das, obwohl wir extra durch hübsche Orte gefahren sind, die es mühelos ins Weltkulturerbe der Unesco schaffen würden wie... Lotte.
Persönlicher soul-Tipp für alle, die sich in dieser Misere wiederfinden: Auf dem Turnier möglichst weit kommen, damit man sich wie ein Mantra selbst vorbeten kann: "Ich habe eine PS3 im Gepäck!!!"
Das hilft.
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