Am vergangenen Wochenende habe ich mal wieder auf einem Realm Qualifier mitgespielt und ein anderes Deck getestet. [1] Zwar erzähle ich euch gerne etwas vom Deckbau und ich traue mir auch grundsätzlich zu, einige der Grundstrukturen für ein Deck gut legen zu können, doch wenn es um Finetuning geht, verlasse ich mich auch lieber auf die Hilfe anderer Spieler. Testen ist da üblicherweise angesagt, um herauszufinden, welche Karte sich in nur wenigen Matches bewährt hat oder – ein noch deutlicheres Signal – ständig ins Side Deck wanderte. [2]
Wie anhand dieser einführenden Erwähnung bereits deutlich werden sollte, kann das Side Deck eine sehr wichtige Rolle einnehmen. Es kann uns in Testsessions verraten, welche Karte in unserem Main Deck eigentlich keinen Platz dort verdient hat. Tatsächlich kann unser Side Deck aber noch sehr viel mehr leisten. Abhängig von der jeweiligen Ausrichtung des Side Decks sind die Aufgaben anders. Grundsätzlich unterscheide ich zwischen zwei verschiedenen Möglichkeiten des Side Deckens, auf die wir jetzt etwas näher zu sprechen kommen wollen.
Aktives Boarden = Umboarden
Mit "aktivem Boarden" meine ich, dass man die Taktik des eigenen Decks bewusst umstellt, um so den Gegner vor eine vollkommen neue Herausforderung zu stellen. Das ist beispielsweise möglich, indem man die "Wundervolt Combo" [3] ins eigene Side Deck steckt.
So könnte man gegen ein langsames Control Deck spielen und das eigene Deck fällt in etwa in dieselbe Kategorie. Allerdings ist das gegnerische Deck dann doch etwas besser im Late Game, weshalb wir uns nur wenige Chancen ausrechnen dürfen, wenn wir es unserem Gegner erstmal erlauben, in die hohen Runden zu kommen.
Packen wir jetzt noch die Combo mit ins eigene Deck, die wir halbwegs zuverlässig in Turn 6 bis 8 zünden können, haben wir unser Match-Up plötzlich unendlich plus drei verbessert. Bevor nämlich unser Gegner endgültig die Kontrolle an sich reißen und so das Match entscheiden kann, haben wir den Sack bereits zu gemacht.
Zwar klingt diese Strategie in der Theorie fantastisch, da jedoch die Größe des eigenen Side Decks allerdings stark eingeschränkt ist (lediglich 10 Karten, so dass man maximal ein Sechstel des eigenen Decks austauschen kann), ist es in der Praxis nur selten möglich, die eigene Strategie entsprechend zu verändern. Bisher ist mir noch kein Rush Deck unter gekommen, dass nach dem Boarden in ein Control gemorpht ist. Umgekehrt ist das in etwa genauso unmöglich, da einfach für so ziemlich jede Strategie eine gewisse Anzahl an Schlüsselkarten benötigt wird und diese Anzahl sehr, sehr, sehr selten weniger als 30 beträgt.
Aufgrund dieser Gegebenheiten werdet ihr euch mit dem Thema des aktiven Boardens im World of Warcraft TCG quasi nie befassen müssen. [4] Da es für weniger erfahrene Spieler zusätzlich noch mal schwieriger ist, plötzlich in einen anderen Gang zu schalten und das eigene Deck vollkommen anders zu spielen, springen wir jetzt besser mal weiter.
Reaktives Boarden
Dies ist nun die Verwendungsweise, die für bisher 99% aller WoW TCG Side Decks gilt und obwohl sie nahezu jeder nutzt, beherrschen nur maximal 10% aller Spieler die korrekte Entwicklung, bzw. Anwendung eines Side Decks. [5] Fangen wir bei Null an und überlegen wir uns zunächst, was für eine Rolle ein reaktives Side Deck ausfüllen soll:
In einem reaktiven Side Deck setzen wir möglichst auf "Silver Bullets", die die Strategie von bestimmten gegnerischen Decks, gegen die wir mit unserem Main Deck ein weniger gutes Match-Up haben, durchkreuzen können. [6] Da ich euch so gerne Geschichten erzählen und diese sowieso viel besser in der Erinnerung erhalten bleiben als irgendwelche theoretischen Erläuterungen, gibt es hier wieder mal ein Beispiel:
Oli spielt mit einem coolen Nicholas Merrick Deck gegen einen Katzen-Druiden. Das erste Game ist relativ knapp, doch irgendwie konnte MissglückenMissglücken, 1, Magier , (Outland-40U)
Sofort-Fähigkeit—Arkan
Unterbrich eine Fähigkeitskarte deiner Wahl mit Kosten 3 oder weniger. genügend Pusher raus nehmen sowie Weldon genügend Zeit verschaffen, um so den Druiden mit eigenen Beatsticks umzuknüppeln, bevor ihm dies mit unserem Helden gelang.
In Game 2 wurden dann 4 Talisman der AllianzTalisman der Allianz, 3, KrPaSmJäSkDrPrMaHx, (Gladiators-170U)
Gegenstand—Schmuckstück (2)
, zerstöre Talisman der Allianz
Zerstöre alle Fähigkeiten und Ausrüstungen, die die niedrigsten Kosten der Fähigkeiten und Ausrüstungen im Spiel haben oder diese mit anderen Fähigkeiten und Ausrüstungen im Spiel gemeinsam haben. rein geboardet, die pure Verwüstung auf dem gegnerischen Feld anrichteten, da sie gleich mehrere Kopien von RaubtierschlägeRaubtierschläge, 1, Druide , (Azeroth-29R)
Fähigkeit—Wilder Kampf Talent
Wilder Kampf-Held erforderlich
Andauernd: Solange dein Held in Bärengestalt oder Katzengestalt ist, hat er +2 ANG, solange er angreift. und Natur des WildtiersNatur des Wildtiers, 1, Druide , (Dark Portal-24U)
Fähigkeit—Wilder Kampf
Andauernd: Dein Held hat +1 ANG, solange er in Bären- oder Katzengestalt angreift. im Alleingang vom Feld nehmen konnten. Der direkt im Anschluss folgende zweite Talisman der AllianzTalisman der Allianz, 3, KrPaSmJäSkDrPrMaHx, (Gladiators-170U)
Gegenstand—Schmuckstück (2)
, zerstöre Talisman der Allianz
Zerstöre alle Fähigkeiten und Ausrüstungen, die die niedrigsten Kosten der Fähigkeiten und Ausrüstungen im Spiel haben oder diese mit anderen Fähigkeiten und Ausrüstungen im Spiel gemeinsam haben. war dann der Genickbruch, da er die ganzen 2er Fähigkeiten vom Feld geräumt hat. Hier hat man also wirklich mit einer "Silver Bullet" den Sieg eingefahren.
Ähnlich erfolgversprechend könnte ein Siegel des SehersSiegel des Sehers, 6, SmDrPrMaHx, (Illidan-222R)
Gegenstand—Ring (2)
Ruf: Seher
Dein Held hat "Sabotage: Fähigkeit oder Ausrüstung".
Wenn dein Held eine Karte sabotiert, zerstöre sie. gegen ein solches Deck wirken. Oder ein Pappy EisenbannPappy Eisenbann, 7, Allianz (Gladiators-115U)
Verbündeter—Zwerg Krieger, 2 ANG (Nahkampf), 7 Gesundheit
Beschützer
Am Ende deines Zuges kannst du eine Fähigkeit oder Ausrüstung deiner Wahl zerstören.. Oder oder oder. You get the idea...
Bis zu diesem Teil sollte noch kein Leser ausgestiegen sein, denn diese Erkenntnisse sollten kaum einem wirklich neu sein. Etwas anders sieht es bei allen folgenden Überlegungen aus.
Wie baue ich ein Side Deck?
Schritt 1: Finde Platz im Side Deck!
Überspringt diesen Schritt, wenn ihr nicht netdeckt und immer eure kompletten Decks von Grund auf alleine baut (haha!).
Man sollte nicht einfach nur "irgendwelche hilfreichen Karten" ins Side Deck werfen, bzw. ein Side Deck eines erfolgreichen Decks blind kopieren. So wurden beispielsweise in Achims Mazar Deck (das wiederum eine Kopie eines Mazar Decks war, das auf der amerikanischen Continentals gut abgeschnitten hat) von der DM, das mir als Vorlage für mein Deck diente, 2 Zhar'doom, Großstab des VerschlingersZhar'doom, Großstab des Verschlingers, 3, PrMaHx, (Black Temple-10R)
Waffe—Stab, Zweihand, Nahkampf (1), 1 ANG (Nahkampf), 3 Zuschlagen
, erschöpfe deinen Helden, entferne drei Fähigkeitskarten in deinem Friedhof aus dem Spiel
Dein Held fügt einem Helden oder Verbündeten deiner Wahl 3 Schattenschaden zu und heilt 3 Schaden von sich selbst. ins Side Deck geworfen. Das ist so das Entsprechum einer "Anna Kournikova" beim WoW TCG. [7]
Zwar ist Zhar'doom, Großstab des VerschlingersZhar'doom, Großstab des Verschlingers, 3, PrMaHx, (Black Temple-10R)
Waffe—Stab, Zweihand, Nahkampf (1), 1 ANG (Nahkampf), 3 Zuschlagen
, erschöpfe deinen Helden, entferne drei Fähigkeitskarten in deinem Friedhof aus dem Spiel
Dein Held fügt einem Helden oder Verbündeten deiner Wahl 3 Schattenschaden zu und heilt 3 Schaden von sich selbst. in einem darauf ausgerichteten Deck die Schlüsselkarte, in einem nicht darauf ausgerichteten Deck macht sie aber ganz genau recht wenig. Man schießt damit ein bis zweimal und dafür gibt man 4 bis 5 Ressourcen aus. Dazu nützt einem der Effekt von Gromble der TüchtigeGromble der Tüchtige, 2, Allianz (Honor-100U)
Verbündeter—Zwerg Jäger, 1 ANG (Distanz), 3 Gesundheit
Schatzsucher (Wenn dieser Verbündete das Spiel betritt, kannst du eine Karte ziehen. Falls du dies tust, wirf eine Karte ab.)
Dein Held kann erschöpft werden, um Kosten zu bezahlen, als ob er eine Ressource wäre. nichts mehr, wenn man Zhar'doom, Großstab des VerschlingersZhar'doom, Großstab des Verschlingers, 3, PrMaHx, (Black Temple-10R)
Waffe—Stab, Zweihand, Nahkampf (1), 1 ANG (Nahkampf), 3 Zuschlagen
, erschöpfe deinen Helden, entferne drei Fähigkeitskarten in deinem Friedhof aus dem Spiel
Dein Held fügt einem Helden oder Verbündeten deiner Wahl 3 Schattenschaden zu und heilt 3 Schaden von sich selbst. im selben Zug nutzen will und eigentlich ist der Effekt von Gromble der TüchtigeGromble der Tüchtige, 2, Allianz (Honor-100U)
Verbündeter—Zwerg Jäger, 1 ANG (Distanz), 3 Gesundheit
Schatzsucher (Wenn dieser Verbündete das Spiel betritt, kannst du eine Karte ziehen. Falls du dies tust, wirf eine Karte ab.)
Dein Held kann erschöpft werden, um Kosten zu bezahlen, als ob er eine Ressource wäre. SAUGUTTTT!!! Kurzum: Zhar'doom, Großstab des VerschlingersZhar'doom, Großstab des Verschlingers, 3, PrMaHx, (Black Temple-10R)
Waffe—Stab, Zweihand, Nahkampf (1), 1 ANG (Nahkampf), 3 Zuschlagen
, erschöpfe deinen Helden, entferne drei Fähigkeitskarten in deinem Friedhof aus dem Spiel
Dein Held fügt einem Helden oder Verbündeten deiner Wahl 3 Schattenschaden zu und heilt 3 Schaden von sich selbst. macht einfach nichts in dem Deck.
Haben wir das erstmal erkannt, haben wir schon 2 Slots mehr im Side Deck, die wir intelligent nutzen können.
Schritt 2: Analysiere deine Match-Ups und lerne die Schwächen deines Decks kennen!
Nehmen wir jetzt mal an, dass uns unsere Tests verraten, unser Deck läuft leider nicht ganz so toll gegen... Fizzlefreeze. [8] Hier gilt es zunächst, sich Karten zu überlegen, die das Match-Up verbessern (schwer). Führen wir den Gedanken aber einfach mal weiter und stellen wir uns vor, dass wir irgendwie 9 Karten gefunden haben (unrealistisch). Der erste Gedanke wird wohl sein, all diese Karten ins Side Deck zu nehmen.
Das klingt zwar erstmal toll, doch in der Praxis sieht das dann meist schon wieder anders aus...
Schritt 3: Überlege dir einen Boarding-Plan!
Nicht selten kommt es vor, dass wir eigentlich nach wie vor ca. 55 Karten, die sich sowieso schon im Main Deck befinden, weiterhin spielen wollen, da sie eben nicht total scheiße gegen Fizzlefreeze (oder sonst irgendein Deck, mit dem wir anderweitig Probleme haben) sind. Das heißt, wir haben eigentlich nur Platz für 5 andere Karten, wenn wir gegen Fizzlefreeze antreten – der Rest macht schon, was er soll.
Das klingt zwar unendlich logisch, doch glaubt mir, ich sehe häufig Side Decks, in denen 8 Karten gegen ein bestimmtes Match-Up weiterhelfen sollen, man kann aber gar keine 8 Karten aus dem Main Deck herausnehmen, da man dagegen sowieso schon nicht allzu schlecht da steht. Überlegt euch also vorab, wie ihr gegen gewisse Decks boarden würdet. Stellt ihr fest, dass ihr gar keine x Slots im Main Deck frei habt, wenn ihr gegen ein bestimmtes Deck antretet, so nehmt auch keine x Karten, die euch genau gegen dieses Match-Up weiterhelfen sollen, ins Side Deck.
Wiederholt diese Schritt für JEDES Match-Up! Selbst für eure GUTEN Match-Ups. Denn auch da gibt es meist noch geringfügige Möglichkeiten, euer Main Deck weiter zu verbessern. Sich einfach nur zu sagen "boarden habe ich nicht nötig" ist NIE die Antwort.
Schritt 4: Gebt ein Match-Up auf falls notwendig!
Ich habe Decks gebaut, in denen ich noch 2 Karten mit Mühe und Not ins Side Deck gepackt habe (Stiefel des AbysswandlersStiefel des Abysswandlers, 2, PrMaHx, (Legion-255U)
Rüstung—Stoff, Füße (1), 1 VRT
Entferne eine Karte deiner Wahl in einem Friedhof aus dem Spiel.), die mir gegen ein Jonas der RoteJonas der Rote, Horde (Betrayer-28)
Held—Untoter Schurke (Verräter), Ingenieurskunst/Juwelenschleifen, 27 Gesundheit
, drehe Jonas um
Wenn ein befreundeter Verbündeter deiner Wahl in diesem Zug einem Verbündeten Kampfschaden zufügt, zerstöre beide.
Brennende Klinge Deck weiterhelfen. Tatsächlich ist die Wahrscheinlichkeit, diese beiden Karten zu ziehen, aber so gering, dass es sich nun wirklich nicht lohnt, sie überhaupt zu spielen. Zudem ist das Match-Up teilweise SO schlecht, dass 2 Karten auch nicht den Unterschied machen.
In diesen Fällen nützt es nichts, sich selbst ein wenig Balsam auf die Seele zu schmieren, indem man sich einbildet, man hätte mit den 2 Karten alles getan, was man machen kann. Vielmehr muss man hier pokern! Gebt das Match-Up auf und hofft darauf, dass ihr im Turnier einfach nicht gegen einen Jonas-Spieler ran müsst. [9]
Oder falls doch: Betet.
NICHT!
Sondern verlasst euch nicht auf die lächerliche Wahrscheinlichkeit, 2 Karten zu ziehen (die ihr sowieso nicht gezogen hättet), sondern holt ALLES aus eurem Deck raus und spielt so perfekt ihr könnt. Da euer Gegner aller Wahrscheinlichkeit nach Fehler machen wird, macht ihr einfach weniger als er und gewinnt so durch euren Skill das 35:65 Match-Up trotzdem!
Das ist in jedem Fall erfolgversprechender als sich auf 2 Karten zu verlassen.
Schritt 5: Finalisieren! Oder: Was fehlt?
Überlegt euch abschließend noch, ob ihr mit eurem Side Deck so wirklich zufrieden seid. Möglicherweise müsst ihr auch ein zweites Match-Up, bei dem ihr von Haus aus 40:60 steht, aufgeben und dafür noch ein paar Silver Bullets gegen ein Match-Up rein nehmen, bei dem ihr 30:70 steht. Dann macht ihr im 40:60 Match-Up einfach mal durch euren Skill den Sack zu und beim 30:70 Match-Up über euer bestens getuntes Side Deck.
Schritt 6: Verlasst euch NIE auf euer Side Deck!
Geht nie (!), nie (!), nie (!), NIEMALS NIE!!! in ein Match rein und sagt euch: "Ah, das gewinne ich locker durch mein Side Deck."
ERSTENS wird euch diese falsche Gewissheit direkt mal Game 1 kosten. ZWEITENS spielt ihr meist nicht gegen Goldfisch; euer Gegner denkt üblicherweise auch mit. Wenn ihr folglich als Paladin gegen Kil'zin von den BlutskalpenKil'zin von den Blutskalpen, Horde (Betrayer-29)
Held—Troll Schamane (Verräter), Lederverarbeitung/Juwelenschleifen, 28 Gesundheit
, drehe Kil'zin um
Kil'zin fügt einem Helden oder Verbündeten deiner Wahl in der Gruppe eines Gegners 3 Naturschaden zu. Wenn auf diese Weise Schaden zugefügt wird, fügt der Held dieses Gegners einem Helden oder Verbündeten seiner Wahl 3 Naturschaden zu.
Blutskalp Rush antretet und euch denkt, eure Aegis des VerteidigersAegis des Verteidigers, 4, PaSm, (Magtheridon-1R)
Rüstung—Schild, Schildhand (1), 2 VRT
Wenn ein gegnerischer Held oder Verbündeter erschöpft wird, heilt dein Held 2 Schaden von sich selbst. im Side wird euch jetzt mal locker das Match bringen, könnt ihr euch direkt ein wenig Ärger und Zeit sparen und euren Gegner als Sieger ankreuzen (außer ihr seid in Österreich).
Entweder euer Gegner ist so schlecht, dass ihr ihn klar 2:0 an die Wand spielen müsst oder er hat ein gutes Side Deck und holt sich nach dem 1:0, das er sich aufgrund eurer Scheiß-Einstellung mühelos erspielen konnte, auch noch den zweiten Sieg – zur Not eben erst im dritten Game – durch sein EIGENES Side Deck. Dann kann nämlich ein Hur ShieldsmasherHur Shieldsmasher, 3, Horde (Azeroth-243C)
Verbündeter—Ork Krieger, 2 ANG (Nahkampf), 2 Gesundheit
Wenn Hur Shieldsmasher das Spiel betritt, kannst du eine Rüstung deiner Wahl zerstören. oder ein Nyn'jahNyn'jah, 4, Horde (Dark Portal-226C)
Verbündeter—Troll Schurke, 3 ANG (Nahkampf), 3 Gesundheit
Wenn Nyn'jah das Spiel betritt, kannst du eine gegnerische Ausrüstung deiner Wahl bereit machen. Du kontrollierst diese Ausrüstung, solange Nyn'jah in deiner Gruppe bleibt. plötzlich ein Spiel im Alleingang drehen, weil ihr euch nur auf eure tolle Side Deck Karte verlassen hattet. Zwar hattet ihr Recht mit eurer Vorhersage, dass das Side Deck das Spiel gewonnen hat, allerdings handelte es sich um das Side Deck eures Gegners.
Mit diesen 6 einfachen Schritten wird es euch gelingen, ein Side Deck zu bauen, das den Side Decks von mindestens 80% aller anderen Spieler überlegen sein wird. [9] Ganz, ganz, ganz viele Matches, in denen sich ein besserer Spieler durchsetzt, werden über das Side Deck gewonnen. Er erkennt, was er gegen euch boarden kann und was er nicht braucht, während ihr einfach "ein wenig rumboardet". Solltet ihr häufig nach einer 1:0 Führung noch 1:2 verlieren, könnt ihr die Schuld bei euren Fähigkeiten des Boardens, bzw. eurem Side Deck suchen. Und nicht beim Kartenzieh-Glück eures Gegners!
Nachdem ich mich mit diesem letzten Satz in tiefe Depression gestürzt habe, da ich bisher noch der Meinung war, ich hatte meine Niederlage am Wochenende nur kassiert, weil ich scheiße gezogen hatte (ich führte 1:0...), muss ich jetzt mal planen, welche Lebkuchen ich mir heute kaufen werde, um meiner geplagten Seele Trost zu spenden. Ich freue mich alternativ auch über überschwängliches Lob im Feedback-Thread, dann tut ihr allerdings der deutschen Wirtschaft keinen Gefallen. [10]
soul
[1] Irgendwie ist "anderes" die einzig passende Bezeichnung. Einerseits handelte es sich um kein "neues" Deck, Mazar Decks kennen wir ja seit dem Dunkelmond-Jahrmarkt Boston, auf dem es "Stu" Wright bis ins Finale führte, andererseits handelte es sich auch nicht wirklich um ein "eigen entwickeltes" Deck, da meine Änderungen dann doch nicht riesig waren. "Angepasst" könnte man es wohl nennen, wenn es denn wirklich an irgendwas angepasst gewesen wäre.
Die Änderung, nur noch 2 Adam EternumAdam Eternum, 3, Allianz (Honor-92R)
Verbündeter—Mensch Krieger, 5 ANG (Nahkampf), 3 Gesundheit
Bezahle
oder entferne eine Ehren-Marke von einer Karte, die du kontrollierst
Entferne Adam aus dem Spiel. Lege ihn am Beginn des nächsten Zuges ins Spiel. zu spielen war beispielsweise unfreiwilliger Natur, da sich die meisten meiner Adams zum Zeitpunkt des Turniers noch auf dem Weg von den USA nach Deutschland befanden. Kein Wunder also, dass man mein Deck ständig als "Haufen" beschimpfte.
[2] Wird mir überhaupt jemand Glauben schenken, wenn ich hier verbreite, dass Myriam SternenruferMyriam Sternenrufer, 4, Allianz (Betrayer-145C)
Verbündeter—Nachtelf Druide, 3 ANG (Arkan), 4 Gesundheit
Als Ziel unwählbar
Myriam fügt einem Helden deiner Wahl 5 Arkanschaden zu. ständig ins Side wanderte?
[3] Solltet ihr diese Karten-Kombination nicht kennen: Ihr spielt RitualopferRitualopfer, 2, Hexenmeister , (Dark Portal-112C)
Fähigkeit—Dämonologie
Andauernd: Zerstöre einen Verbündeten in deiner Gruppe
Dein Held fügt einem Helden oder Verbündeten deiner Wahl 1 Schattenschaden zu. aus, mit dem ihr einen beliebigen eigenen Verbündeten opfern könnt, um dem gegnerischen Helden (oder einem gegnerischen Verbündeten) 1 Schaden zuzufügen. Dazu packt ihr noch PX-238 WinterwundervoltPX-238 Winterwundervolt, 3, , (Winter Veil-2R)
Fähigkeit—
Wähle einen Verbündetentyp.
Andauernd: Alle Verbündeten haben zusätzlich diesen Typ. (Beispiele für Typen sind Huhn, Dämon, Druide, Gnom und Yeti.) und benennt "Nachtelf", so dass alle Verbündeten gleichzeitig Nachtelfen sind. Zuletzt fehlt nur noch Hohepriesterin Tyrande Whisperwind, die immer dann, wenn ein Nachtelf zerstört wird (und solange der Wundervolt liegt, ist JEDER Verbündete ein Nachtelf), ein Irrlicht ins Spiel bringt (das aufgrund des Wundervolts ebenfalls ein Nachtelf ist). Dieses könnt ihr dann wieder für RitualopferRitualopfer, 2, Hexenmeister , (Dark Portal-112C)
Fähigkeit—Dämonologie
Andauernd: Zerstöre einen Verbündeten in deiner Gruppe
Dein Held fügt einem Helden oder Verbündeten deiner Wahl 1 Schattenschaden zu. abschießen, um so eine Endlosschleife zu erzeugen, die euch üblicherweise den Sieg sichert.
[4] Anders sieht das bei anderen Spielen aus, in denen 40% jedes Decks sowieso gleich aussehen und dann noch die Größe des Side Decks intelligenterweise so gewählt wurde, dass man noch mal 40% des eigenen Decks austauschen kann. Die übrigen 20% sind dann nicht mehr allzu entscheidend, hier ist es tatsächlich möglich, mühelos umzuboarden.
[5] Ich zähle mich übrigens nicht zu diesen 10%. Zumindest bin ich niemand, der "einfach mal so" ein gutes Side Deck aus dem Ärmel schüttelt oder der nie falsche Entscheidungen beim Boarden trifft.
Auf die Nummer bin ich natürlich genauso gekommen wie auf 95% aller Nummern, die euch in meiner Kolumne an den Kopf geworfen wird: Ich habe sie geschätzt.
[6] "Silver Bullet" ist schon wieder so ein Fachbegriff, der nicht jedem geläufig sein könnte. Habt ihr allerdings in eurer Kindheit ganz viele klassische Vampir- und Werwolf-Filme geschaut (und nicht irgendwelchen Kitsch wie Twilight), so wisst ihr, dass Silberkugeln eine wirklich tödliche Waffe (gegen Werwölfe) sein können.
Genau dieselbe Wirkung erhofft man sich von "Silver Bullets" gegen bestimmte gegnerische Decks.
[7] Mit "einer Anna Kournikova" ist ein "AK" vom Poker gemeint, also "Ass + König". Das wird schnippisch häufig folgendermaßen beschrieben: "Sieht gut aus, gewinnt aber wenig."
Gleiches gilt ein wenig für die hier erwähnte Karte.
[8] Dies ist die Definition eines "übertragbaren Beispiels", denn das lässt sich auf annähernd JEDES Deck übertragen.
[9] Außer sie haben auch alle diesen Artikel gelesen und wenden das Wissen hier tatsächlich an. Die Wahrscheinlichkeit dafür liegt aber bei 15% (ich verweise an dieser Stelle erneut auf den zweiten Absatz der Fußnote 5).
[10] Mittlerweile ist es sogar ethisch vertretbar, Lebkuchen zu essen. Anders als ANFANG SEPTEMBER! Eine Frechheit der Lebkuchen-Hersteller, mir die Weihnachts-Vorfreude komplett zu versauen, da ich mittlerweile gar nicht mehr registriere, wann Weihnachten plötzlich wirklich mal vor der Tür steht (immerhin gibt es ja schon seit Ewigkeiten Weihnachts-Zeugs, so dass das nichts mehr Besonderes ist.
Bei dieser Gelegenheit verfluche ich direkt noch den Weihnachtsmarkt am Alexanderplatz, der derzeit aufgebaut wird. Unfassbar...