Nickname   Passwort    Registrieren
 
Neuigkeiten

[Suppe für den soul] Skill

Ich bin von Zweifeln geplagt und damit erfülle ich größtenteils die Erwartungen, die ich mir selbst gesetzt hatte. Denn immerhin steht die DM quasi vor der Tür und bei meiner vorletzten Kolumne vor dem für nicht wenige Spieler wichtigsten Turnier des Jahres wird mir so langsam deutlich, dass ich eigentlich noch viel zu wenig Zeit ins Playtesting gesteckt habe. Nicht gerade einfacher ist es, jetzt eine Kolumne zu schreiben. Ich habe eigentlich keine Lust, euch zu erklären, welches Metagame ihr auf der DM vorfinden werdet und welches Deck dieses brechen wird; denn mit so einer Kolumne greift man fast schon automatisch ins Klo [1]; darüber hinaus habe ich noch nicht die Hoffnung aufgegeben, mit dem Deck anzutanzen, das das Meta brechen wird. [2]

Nichts desto trotz erlaubt es mir meine weinerliche Einleitung, auf das eigentliche Thema überzuleiten. Denn Playtesting ist direkt eine der vielen Disziplinen, die ein Spieler meistern muss, wenn er es zu was bringen will. Ich hatte das Thema "Worin besteht eigentlich Skill?" bereits in diesem und diesem Artikel angeschnitten, nichts desto trotz will ich mich ihm noch einmal widmen. Einfach, um es endgültig "hinter mich zu bringen" und wir alle einen möglichst kompletten Katalog haben, aus dem hervorgeht, was denn genau alles dazu gehört, um auf Jonas' Spuren zu wandeln. Ich habe das gesamte Thema in 2 Überkategorien gegliedert, die direkt noch mal drölfmillionenfach unterteilt werden. [3] Wie gesagt, die DM steht vor der Tür, also lasst uns keine Zeit verlieren!

Spielverständnis

Spielverständnis ist zwar elementar wichtig, allerdings noch nicht mal "die halbe Miete". Das liegt an der zweiten Überkategorie, auf die ich nächste Woche eingehen werde und da werde ich noch mal erläutern, warum sie noch sehr viel wichtiger ist als das Spielverständnis.

Doch konzentrieren wir uns jetzt erstmal auf diesen Überpunkt; ein Spieler mit einem überlegenen Spielverständnis ist seinem Gegner auch dann noch überlegen, wenn der möglicherweise das bessere Deck am Start hat. Doch ich möchte hier mal nichts vorweg nehmen, sehen wir uns an, woraus das Spielverständnis so alles besteht.

Wir sehen schon, es gehört so einiges dazu, wenn man es als Spitzenspieler weit bringen will. Und wenn ich mir die Liste so ansehe, wird mir auch klar, dass ich noch eine ganze Menge lernen muss und eigentlich gar keine Chance habe, die DM zu gewinnen. Das ist irgendwo beruhigend, weil das bestätigt mich in meiner Faulheit, derart wenig zu playtesten...

Nichts desto trotz freue ich mich natürlich, euch in Leipzig zu sehen, auch wenn es nicht in meinem Interesse liegt, dass ihr mich verprügelt!

soul


[1] Außerdem wird es bereits so schön im Forum ausdiskutiert.

[2] Dies ist eine Formulierung, die mich noch mal zusätzlich dazu motivieren soll, NICHT den Fizzlefreeze auszupacken. Ich habe nämlich wirklich keine Lust, mich anschließend 8 Jahre selbst in meinen eigenen Artikeln zu flamen.

[3] An dieser Stelle hadere ich mit mir. Man könnte das jetzt extrem umfassend ausformulieren, allerdings weiß ich jetzt schon, dass ich irgendwann aufgeben und mich aufs (meiner Ansicht nach) Wichtigste konzentrieren werde, was gleichzeitig bedeutet, dass ich einige Sachen auch nur anschneide. Damit wird es mir gelingen, den Artikel auf einer handlichen Größe zu halten, während ich mir im Forum dann wieder Beiträge anhören muss, die sinngemäß sagen: "Gobbo hätte das schöner umschrieben."

Ja, hätte er. Dann hättet ihr aber euren Feedback-Beitrag noch nicht verfasst, weil ihr in diesem Moment noch dabei wärt, seinen dritten Absatz zu lesen.

[4] Ich muss mich an dieser Stelle selbst loben. Endlich hat es ein Autor mal auf einfache Weise geschafft, zu erläutern, warum es eben NICHTS Verwerfliches ist, Netdecking zu betreiben.

Sonst müssen wir uns immer durch diese ellenlangen Erläuterungen kämpfen, in denen dann mit Auflistung von 97 Gründen verdeutlicht werden soll, warum es eben nicht schlimm ist, nur um dann am Ende genauso schlau wie vorher zu sein. Ich bin da heute einfach mal konkret und präsentiere einen einfach nachvollziehbaren Grund, der zu überzeugen weiß.

[5] Direkt der nächste Grund, auf mich stolz zu sein: Ich habe in der Überschrift die abgegriffenen Begriffe "Meta" und "Metagame" vermieden!

[6] Dies ist eine der wenigen Gelegenheiten, sich über Bernd zu amüsieren, denn das musste er auch noch lernen.

[7] Obwohl das Schlüsselwort zugegebenermaßen etwas auf der Karte untergeht. Ja, das ist meine Ausrede, wenn ich das (mal wieder) vergesse...

[8] Übrigens an dieser Stelle mal der Hinweis, dass fast alle aufgeführten Beispiele tatsächlich so oder so ähnlich vorgekommen sind! Ich ziehe ja sehr viel an den Haaren herbei, in diesen Fällen handelt es sich aber um die Realität. Und wie wir wissen ist nichts härter als die Wahrheit! Vielleicht kriegen wir ja im Feedback-Thread zusammen, was genau wem passiert ist, auf geht's!

[9] Obwohl wir ja wirklich sehr viel auf dem Mondfest gelacht haben, war das wohl mein persönliches Highlight. Als Markus ein illegales Ziel wählte, versuchte Vasco André dazu zu bringen, seinen Gegner dazu zu zwingen, ein "less desirable target" zu wählen. Der Blick in Andrés Gesicht, der zwar nur eine Sekunde andauerte, war einfach "priceless". Hier ist er:

Vasco fragt nach dem "less desirable target"

Direkt im Anschluss folgte das "Facepalm"-Gesicht für uns WoW'ler. Dieses Bild ist fast noch besser!

André denkt sich nur "WTF?!?!?!"