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[Suppe für den soul] Welches TCG ist das beste?

Andere Autoren hätten längst ihren Elan verloren! Denn ich habe gerade eine Recherche durchgeführt, die meine durchschnittliche Recherche-Dauer [1] um stolze ZWEI-UND-VIER-ZIG Minuten übertroffen hat. Wie Ferris MC sagen würde: "Ohne Scheiß jetzt, Alder!" Ein Warcraft-TCG.de "Stammuser" wird jetzt sofort sagen: "45 Minuten? Das ist doch die Zeit, die man benötigt, um 2 Artikel von Gobbo zu lesen?!", und Recht hat er! Gut, da waren die Feedback-Threads mit dabei, aber 45 Minuten, gottverdammt?! Das kann doch nicht sein. Daher beginne ich meine heutige Kolumne mit einem Versprechen: Dieser Artikel wird reißerisch, man wird sich von meinen Worten gefangen fühlen und somit unbedingt weiterlesen wollen und – verdammt noch mal! – man wird keine scheiß 20 Minuten brauchen, um ihn zu lesen!!! [2]

Daher sage ich mal wieder: "Motor anlassen, Gang 6 rein, durchstarten!" und wir eröffnen mit einem Zitat von Ekop:

WoW-TCG ist das beste TCG geworden, weil es das Konzept des bis dato besten TCGs kopiert hat und sämtliche Makel dieses Konzepts entfernt und durch bessere Optionen ersetzt hat.

Dieser Satz ist Balsam auf der Seele des Hardcore-WoW TCG-Fans. Nichts desto trotz ist er falsch. Diese Aussage zu begründen ist Aufgabe der heutigen Kolumne. Mir geht es nicht darum, das grandiose Game Play des World of Warcraft TCGs herabzuwürdigen. Ganz im Gegenteil, ich bin selbst begeisterter Fan davon! Allerdings will ich ein paar Leute vor den Kopf stoßen, denn die Züge, die die Diskussion, die in dem Magic ist tot, Juhu^^-Thread im Off-Topic angenommen hat, sind bedenklich und – wie von mir schon kurz im Thread erklärt – falsch. [3]

Ihr wart möglicherweise schon einmal in dieser Situation: Ihr spielt gerade euer Lionar-Orc-Deck und müsst gegen RunenhauerRunenhauer, Horde (Betrayer-25)
Held—Troll Priester (Schatten), Kräuterkunde/Alchemie, 26 Gesundheit

, drehe Runenhauer um Ein Gegner deiner Wahl wirft eine Karte ab. Benutze dies nur in deinem Zug.
ran. Euer Rush begann früh und ihr habt dem Priester ordentlich eingeheizt. Er konnte sich nur wenig wehren und jetzt sieht es wirklich sehr schlecht für ihn aus. Nichts desto trotz hat er inzwischen 8 Ressourcen angesammelt. Wenn er jetzt Der Überbringer des TodesDer Überbringer des Todes, 5, PrMaHx, (Legion-277R)
Waffe—Stab, Zweihand, Nahkampf (1), 1 ANG (Nahkampf), 4 Zuschlagen

, , zerstöre den Überbringer des Todes Zerstöre alle Fähigkeiten, Verbündeten und Ausrüstungen. Benutze dies nur in deinem Zug.
spielt, wendet er das Blatt mit einem Schlag und ihr könnt zusammen packen, denn all eure Karten liegen auf dem Feld, ihr habt keine guten Quests mehr und seine Kralle ist nach wie vor voll. Ihr seid nervös, denn die Entscheidung des Spiels hängt von einer Karte ab!

Doch versetzen wir uns nun in die Lage des RunenhauerRunenhauer, Horde (Betrayer-25)
Held—Troll Priester (Schatten), Kräuterkunde/Alchemie, 26 Gesundheit

, drehe Runenhauer um Ein Gegner deiner Wahl wirft eine Karte ab. Benutze dies nur in deinem Zug.
-Spielers! Euer Gegner hat eben seinen Zug beendet, auf eurem Helden liegen 18 Schaden und ihr zählt 12 auf dem Tisch. Er beendet eben seinen Zug und ihr haltet keinen Der Überbringer des TodesDer Überbringer des Todes, 5, PrMaHx, (Legion-277R)
Waffe—Stab, Zweihand, Nahkampf (1), 1 ANG (Nahkampf), 4 Zuschlagen

, , zerstöre den Überbringer des Todes Zerstöre alle Fähigkeiten, Verbündeten und Ausrüstungen. Benutze dies nur in deinem Zug.
in der Hand! Ihr zieht – und tatsächlich – da ist ein Der Überbringer des TodesDer Überbringer des Todes, 5, PrMaHx, (Legion-277R)
Waffe—Stab, Zweihand, Nahkampf (1), 1 ANG (Nahkampf), 4 Zuschlagen

, , zerstöre den Überbringer des Todes Zerstöre alle Fähigkeiten, Verbündeten und Ausrüstungen. Benutze dies nur in deinem Zug.
! Ihr werft ihn auf den Tisch, zündet ihn und schaut zufrieden zu, wie euer Gegner seine Orcs in den Friedhof befördert!

Das sind die Situationen, für die wir leben! In denen Sieg und Niederlage so eng zusammen liegen, dass eine Karte den Unterschied machen kann. Ja, möglicherweise wollen wir auf der nächsten Weltmeisterschaft lieber jedes Spiel überlegen kontrollieren und locker "runter spielen" und uns so am Ende den fetten Scheck einverleiben, aber sind wir mal ehrlich, wären wir in der Situation des Priester-Spielers, wir hätten uns gefreut! Vielleicht wären wir aufgesprungen, vielleicht hätten wir unserem Gegner ins Gesicht gerieben, wie schlecht er doch ist (ja, das gibt es), vielleicht hätten wir einfach nur tief durchgeatmet und wären glücklich gewesen. In jedem Fall wäre unsere Reaktion in irgendeiner Weise extrem ausgefallen.

Diese Situation macht jeder Yu-Gi-Oh! TCG Spieler in einem größeren Turnier bis zu zwanzig mal durch!

Das klingt plötzlich gar nicht mehr so "assi". Ganz und gar anders als Trashs Zitat:

Im Prinzip deckt man die oberste Karte auf und wenn die oft genug mehr kann als die oberste Karte vom Gegner, hat man gewonnen.

Ja, vielleicht ist das eine extrem vereinfachte Betrachtungsweise und ihr findet es schlecht, wenn ihr so wenig Einfluss auf Sieg oder Niederlage habt und mehr oder weniger nur vom Glück abhängig seid, doch – so komisch es klingt – es gibt eben Spieler, die finden das geil. Und diese Jungs spielen eben Yu-Gi-Oh!.

Deshalb sind sie noch lange nicht geistig zurückgeblieben, asozial, dumm oder sonstwas. Sie schätzen einfach einen anderen Aspekt eines Sammelkartenspiels als ihr oder von mir aus auch wir. Gobbos Mini-Artikel-Serie "Warum unser Spiel ein gutes Spiel ist" (Teil 1 und Teil 2) betrachtet nahezu alle Elemente der TCGs Yu-Gi-Oh!, Vs System und World of Warcraft und vergleicht sie miteinander, doch die Diskussion, welches Spiel letztlich das beste ist, wurde exklusiv im Feedback-Thread geführt. Und selbst dort wurde ein großer Bogen um die Psychologie des Spielers gemacht, die einen erheblichen Einfluss auf die Entscheidung hat, zu welchem TCG er am Ende greift.

Xardas sagte:

Das beste Spiel ist wohl derzeit The Spoils, auch wenn es traurigerweise zeigt, dass Erfolg und Qualität eines Spiels praktisch nicht miteinander zusammenhängen.

Ich habe The Spoils nie gespielt. Und ich muss das nicht mal, um mitreden zu können. Denn ich kenne viele Leute, so zum Beispiel auch – den meisten Lesern durch die WoW Minis bekannten – Hans-Joachim (HaJo) Höh. Bevor er aufgrund einer dubiosen Schiedsrichter-Entscheidung suspendiert wurde [4], hat er bei Vs. System zahlreiche 10ks gewonnen und somit einen nicht geringen fünfstelligen Betrag verdient. Wie wir wissen, ist Vs. System gescheitert. Einige Probleme des Spiels wurden bereits in den Artikeln von Gobbo sowie in den jeweiligen Feedback-Threads dargelegt; ich fasse das trotzdem noch mal kurz stichpunktartig zusammen:

  • Das Spiel war extrem combo-lastig und es gab zahlreiche Teams (vergleichbar mit Klassen bei WoW oder von mir aus Farben bei Magic)
  • Für den "Durchschnitts-Spieler" war es wenig erstrebenswert, mit jedem neuen Set 4 neue Teams kennenzulernen
  • Die Designer haben darauf reagiert und die Team-Aufteilung mehr oder weniger aus dem Spiel entfernt (mit Hilfe noch stärkerer Sucher sowie extrem spielstarker Team-Ups, die verschiedene Teams miteinander kombinierbar machten – stellt euch einfach vor, ihr hättet einen Helden, der sowohl der Allianz als auch der Horde angehört und dessen Spieltext besagt, dass ihr alle Hexenmeister-, Krieger- und Magier-Karten in einem Deck spielen könnt)
  • Aufgrund der Kombolastigkeit des Spiels waren fortan extrem schnelle sowie "komplizierte" Decks möglich, so dass das Spiel entweder in Runde 3 bis 4 entschieden wurde oder eine Endloskombo, deren Durchführung 5 Minuten benötigte, den Sieg brachte – beides war ziemlich lame aus Sicht des Verlierers

Das ist jetzt die Kurz-Fassung. Obwohl diese mit Sicherheit für die späte Epoche von Vs. System zutrifft, wird hier eine wichtige Tatsache komplett vernachlässigt: Vs. System ist extrem skill-intensiv gewesen. Schon bevor die Teams "aufgelöst wurden", hat in mindestens 80 von 100 Spielen der bessere und nicht der glücklichere Spieler gewonnen. An dieser Stelle zitiere ich jetzt André "auenland" Bronswijk (aus dem Kopf heraus, bevor er mich wieder anmacht, das wäre nicht wörtlich), der dazu einen der wunderbarsten Kommentare gebracht hat, die ich kenne [5]:

Wenn ich die Wahl habe, ob ich gegen HaJo Höh ein Spiel spiele, in dem ich 99 von 100 Spielen verliere, weil er einfach viel besser ist oder ein anderes Spiel, in dem ich in 10 von 100 Spielen gewinne, weil er Mana-Screw oder Mana-Flood hat, greife ich eben zu letzterem.

Denkt darüber mal einen Moment nach, bevor ihr direkt schreit: "Was ist das denn für eine Einstellung?!" Ich behaupte, auch der größte Casual will ab und an mal gewinnen. Nein, nicht den ganzen Tag, es ist für ihn nicht das Ende der Welt, wenn er "nur" 2:3 aus dem Turnier geht, aber er ist mit 2:3 sehr viel glücklicher als mit 0:5. So sagte selbst fortprefect in den Feedback-Threads, die den Artikeln von Gobbo folgten:

Und das mit dem Spielspaß: So habe ich auch angefangen - mit Spielspaß und da es mein erstes TCG ist, war der Spielspaß das einzige, was mich dazu bewegt hat weiterzuspielen. Aber nach einer Weile hatte ich auch keine Lust mehr, ständig zu verlieren. Da geht mir der Spielspaß auch langsam flöten.

Ich habe mal einen Artikel von TrashT verlinkt (better be lucky than good – ihr müsst diesen Artikel mal gelesen haben!), in dem gesagt wird, dass selbst der beste (Magic-)Spieler der Welt zu ungefähr 35 Prozent verliert. Ich habe jetzt einfach mal das Constructed-Rating von Laurent Pagorek, der zweifelsohne zu den besten WoW TCG Spielern der Welt gehört, angesehen. Wenn ich mich nicht verzählt habe, hat Laurent 173 mal gewonnen und 35 mal verloren. Dies bedeutet:

Einer der besten WoW TCG Spieler verliert lediglich ungefähr 17% seiner Spiele!

Versetzt euch jetzt in die Lage von Fritz Frisör. [6] Wenn ihr es "einfach nicht drauf habt", aber trotzdem gerne gewinnt und man euch dann vor die Wahl stellt, ob ihr lieber WoW oder Magic spielt, zu welchem Spiel greift ihr? Ich für meinen Teil kann es einem Spieler nicht verdenken, wenn er dann lieber zu Magic greift. Macht dies Magic zu einem "schlechteren Spiel"? Oder allgemein gesagt: Ist irgendein Spiel schlecht, nur weil es glücksabhängiger ist als das WoW TCG? Nein.

Verschiedene Spieler haben verschiedene Geschmäcker. Ich persönlich spiele weniger gerne Huntik, weil es mich nervt, wenn immer nur ein Spieler dran ist und ich mehr oder weniger keine "Counter" spielen kann, während mein Gegner etwas tut. Klar, ich kann beim WoW TCG teilweise auch nur zusehen, wenn mir der Gegner im Limited die Kurve von 1 - 5 hinlegt und mich überrennt, aber üblicherweise habe ich auch mal einen Removal zur Hand oder einen Instant oder eine Bombe oder eben irgendwas. Interaktionsmöglichkeiten sind für mich ein ausschlaggebender Grund, ob ich ein Spiel mag oder nicht. Ich hatte HaJo mal zu The Spoils befragt und er sagte mir (erneut aus dem Kopf zitiert und folglich nur sinngemäß):

Es wirkt so, als hätte es sehr viel mehr Interaktionsmöglichkeiten als Vs. System. Daher denken schlechtere Spieler, sie können in meinem Zug ganz viel tun, um meine Strategie zu vereiteln. Während es bei Vs. relativ offensichtlich war, dass es nur darum ging: "Ich haue dich in meinem Zug so platt wie möglich und danach bist du dran und versuchst, mich noch platter zu hauen!", ist das bei The Spoils weniger durchschaubar. An und für sich läuft es am Ende aber auf dasselbe hinaus, schlechtere Spieler durchschauen das nur nicht.

Ich für meinen Teil wusste zu dem Zeitpunkt, dass das Spiel keinen langfristigen Erfolg haben wird. Zu skill-intensive Spiele halten sich nicht auf dem Markt. Das Gefühl nach einem "fantastischen Topdeck", der mir in einer ausweglosen Situation plötzlich doch noch den Sieg bringt, bringt für viele Spieler einfach mehr Erfüllung als ein Spiel von Beginn an komplett zu kontrolliert haben und den Gegner in jeder Hinsicht überlegen besiegt zu haben. Und deshalb spielen eben mehr Leute Yu-Gi-Oh! als WoW.

Oder um das mit den Worten von Tim Rettig auszudrücken:

Und ich mochte einfach nicht das Wort "BESTES" TCG; ohne Zweifel ist WoW gut und anspruchsvoll und auch anspruchsvoller als YGO.

Und Schach oder Skat ist auch anspruchsvoller als Mau-Mau, aber trotzdem spiel ich immer noch sehr gern Mau-Mau.

Eine Vereinfachung von Magic (Wegfall des "Damage auf dem Stack" nach der Kampfverrechnung) wird nicht den Tod von Magic bedeuten – ganz im Gegenteil. Ich für meinen Teil habe meinem Ex-Arbeitskollegen Dirk gefühlte 97mal erklärt, wie der Kampf bei WoW abläuft und trotzdem hatte er nicht immer begriffen, warum ein Verbündeter nach der Angriffserklärung "abgeschossen" werden kann und keinen Schaden mehr macht, während es egal ist, eine Waffe zu zerstören, nachdem mit ihr zugeschlagen wurde – der Schaden kommt eben trotzdem. [7] Daran ändern all die tollen Aspekte des WoW TCGs, die von Gobbo auf hervorragende Weise erläutert wurden, überhaupt nichts. Oder, um ein letztes Mal einen User zu zitieren, in diesem Fall den Diplomaten Gimley:

Nix anderes wurde hier behauptet: Das WoW TCG ist keinesfalls revolutionär, eher evolutionär: Gute Aspekte anderer TCGs wurden kopiert/übernommen, gleichzeitig wurde aber auch versucht, die bekannten Mängel anderer TCGs auszumerzen.

Welcher Aspekt nun genau von welchem TCG übernommen wurde ist eigentlich nebensächlich. Fakt ist, dass die daraus entstandene Mixtur stimmig und spaßig ist. Und das ist doch die Hauptsache, oder?

Für UNS ist "diese Mischung" genau richtig oder von mir aus auch "stimmig und spaßig". Wir stehen genau auf dieses Verhältnis von Skill vs. Luck. Für andere Spieler muss das Verhältnis anders aussehen. Und die greifen dann eben zu Yu-Gi-Oh!, Magic, The Spoils, Netrunner oder sonst irgendeinem Spiel. Deshalb sind sie aber keine schlechten Menschen oder gar Asoziale!

Es ist wirklich wichtig, dass dies auch jedes Mitglied unserer Community begreift. Leute, die behaupten, alle Yu-Gi-Oh! Spieler hätten die geistige Reife eines 14jährigen, sollten sich echt mal überlegen, was sie damit erreichen wollen, jemandem etwas vollkommen Unbegründetes zu unterstellen, nur weil sich seine Vorliebe bezüglich der Balance eines Spiels von der eigenen unterscheidet. Ein Kommentar wie: "Schwarze sind zu dumm, um WoW zu spielen", bewegt sich auf der selben Ebene. [8]

P.S.: Ich weiß, dass die Frage, die der Titel der heutigen Kolumne aufgeworfen hat, nicht beantwortet wurde. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass sie nie beantwortet werden sollte, denn es gibt in meinen Augen kein "bestes TCG". Damit ihr aber zumindest etwas habt, mit dem ihr arbeiten könnt, sage ich euch, dass das WoW TCG meiner Ansicht nach über das schönste Verhältnis von Luck zu Skill verfügt und daher genau so viel Anspruch erfordert, wie ich mir für ein TCG wünsche. Daher ist es meiner persönlichen Ansicht nach von den TCGs, die ich kenne (und das sind nun wirklich nicht viele), das beste.

P.P.S.: Bevor jetzt wieder jemand ankommt und mir vorwirft, ich hätte das Thema nur "oberflächlich" angekratzt – bitte gebt dem Feedback-Thread 2 Tage. Ziel dieses Artikels ist es Leute wach zu rütteln und zu einer ergiebigen Diskussion anzuregen. Beides wird ihm gelingen, da bin ich relativ zuversichtlich.

P.P.P.S.: Ich bin eigentlich so gar nicht der P.S., geschweige denn der P.P.S. oder gar der P.P.P.S. Typ. Ich habe aber schon so viele Anmerkungen. [9]

soul


[1] Wir erinnern uns: 3 Minuten! 3 verdammte Minuten!

[2] Manch einer, der die Liebe zu Rap mit Hattrick Patrick und meiner Wenigkeit teilt, kennt diesen häufig strapazierten Reim: "Shame on you if you fool me once, shame on me if you fool me twice!" (womit ausgedrückt werden soll: Wenn du mich einmal betrügst, bist du ein Arsch, wenn du mich zweimal betrügst, hab ich's nicht anders verdient, weil ich dumm bin.)

Mit Sicherheit hat irgendein Prophet auch schon mal versucht, diesen Spruch auf Gobbos Kolumnen umzumünzen. Leider werden die meisten Menschen erst im Alter so richtig weise und auch der stärkste Herzschrittmacher der Welt wird den Geist aufgeben, wenn ein 65jähriger gerade die Hälfte von Gobbos Textwüste durchquert hat, wodurch es noch keinem dieser weisen Personen möglich war, einen warnenden Hinweis niederzuschreiben.

- Wir atmen durch -

Es geht mir nicht darum, Gobbo gnadenlos niederzumachen, aber ich bin wirklich angepisst. Ich will jetzt auch gar nichts mehr zum Thema Artikellänge sagen (das habe ich oft genug versucht), daher beenden wir hiermit auch direkt alle Gobbo-Flames.

[3] Dieser Satz ist nominiert für die "am wenigsten innovative Verwendung von haufenweise 'die's in einem Satz". Diesen Preis gibt es wirklich, googelt ihn!

[4] Auf die ich nun wirklich nicht näher eingehen werde.

[5] "Wunderbar" nicht aus Sicht des Vs. Fans, sondern aus Sicht des Analysten, der wissen will, warum sich etwas so und nicht anders verhält. Denn glaubt mir, ich habe Vs. auch wirklich sehr, sehr, sehr gemocht.

[6] Gerüchten zufolge ist er Magic-Spielern unter dem Pseudonym "Christopher Euken" bekannt.

[7] Manchmal, wenn man das WoW TCG zu lange spielt, verliert man ein wenig den Bezug zur "Einsteiger-Ebene". Viele von uns realisieren gar nicht mehr, was sie schon alles verinnerlicht haben, für das Einsteiger möglicherweise Wochen (!) benötigen. Ob das jetzt das Beschützen, die beste Abfolge von Angriffen, die beste Reihenfolge beim Ausspielen von Karten oder oder oder ist...

Manchmal ist es wirklich sehr gut, daran erinnert zu werden, wie wir alle angefangen haben.

[8] Dieser Satz entbehrt jeglicher Grundlage, spiegelt insbesondere NICHT meine eigene Meinung wider und soll lediglich (bewusst ironisch überzogen) verdeutlichen, WIE dumm die auf die Yu-Gi-Oh! Spieler bezogene Aussage ist.

[9] Na toll, fast 3000 Wörter, für die ich jetzt 2 Stunden gebraucht habe. Ich sollte das Kriegsbeil mit Gobbo begraben und lieber einen anonymen Klub der Artikelschreiber, die sich nicht an die Durchschnittslänge von Artikeln halten können oder wollen, mit ihm eröffnen. Offensichtlich bin ich nicht besser, ich habe eben aber bei der Korrektur nur 15 Minuten benötigt, um den Artikel komplett zu lesen! Ja, 5 Minuten können schon mal den Unterschied machen!