Verkehr Allgemein

DMF Venedig (Teil 3) – Venedigs Bahnhöfe

Erstellt am: 11. March 2013 von Tommi
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Tags: Italien

Bevor es wieder mit aktuellerem Zeuchs losgeht – eine Woche Krankheit hat mir zusätzlich einen Strich durch die Rechnung gemacht –, steht noch – wie angekündigt – mein kurzer Bericht über die beiden venezianischen Bahnhöfe „Mestre“ und „Santa Lucia“ an. Nachdem es ja am Freitag wegen der endlosen Verzögerung beim Hinflug nach Venedig nicht mehr geklappt hat, konnte ich mir am Sonntag wenigstens noch 2 Stunden ergattern und einige Fotos der Lagunenstadt schießen.

Besonders kam es mir jedoch auf den erst im vergangenen Jahr umgestalteten Hochgeschwindigkeitsverkehr der Trenitalia an, den ich in Venedig vor die Linse bekam. Mit dem „Frecciarossa“ (Roter Pfeil) bedient zwar der schnellste der Trenitalia-HGV-Produkte nur die Strecke „Turin – Mailand – Rom – Salerno“, dafür erhoffte ich mir einige Bilder vom „Frecciargento“ (Silberpfeil) und vom „Frecciabianca“ (Weißer Pfeil).

Los gings direkt am Hotel – Bahnhof Quarto d'Altino – mit dem „Vivalto“. Der lokbespannte Regionalzug führt ganz komfortable Doppelstockwagen – so gut sitzt man selten in deutschen Nahverkehrszügen – Ledersitze und Mittelarmlehnen führen fast zu „1. Klasse-Feeling“. 2,95 € für die einfache Fahrt bis Venedigs Kopfbahnhof (und Endstation) erschienen mir auch nicht übermäßig teuer – preislich liegt das in etwa auf deutschem Niveau, wenn es nicht sogar ein bisschen preiswerter ist.

Plan war jedoch, zuerst „Mestre“ mitzunehmen und danach weiter nach „Santa Lucia“ und zurück dann direkt nach Quarto d'Altino durch. Also stieg ich Mestre aus und dort erwartete mich direkt ein Nicht-Trenitalia-HGV. Im vergangenen Jahr startete NTV (ein Konsortium aus Industriellem – darunter Ferarri-„Chef“ Luca di Montezemolo –, des Versicherers Generali, der französischen SNCF, u. a.) mit dem „.italo“ ein Konkurrenzprodukt und bedient nahezu die gleichen Strecken wie die Freccia-Produktfamilie.

Der „.italo“ ist der erste (und bisher auch einzig ausgelieferte) Hochgeschwindigkeitszug AGV des französischen Herstellers Alstom. Er erstrahlt im schicken weinroten Design und lässt auch die Umwelt um ihn herum in sich spiegeln.

Weiterhin konnte ich einige Fotos von Frecciargento und Frecciabianca machen, bevor es weiter zu Vendigs Kopfbahnhof „Santa Lucia“ ging. Nachdem die lange Brücke zur Insel überwunden war, stand ich auch schon direkt am Anfang der Lagunenstadt. Leider blieb aufgrund meiner begrenzten Zeit keine Möglichkeit der Stadtbesichtigung – wenigstens den Dogenpalast und den berühmten Piazza San Marco hätte ich gerne mitgenommen, doch dafür wäre ein kompletter Spaziergang auf die anderen Seite der Insel nötig gewesen.

Am Bahnhof selbst wird derzeit noch gebaut – nun gut, geschäftig sah das ganze zu dieser Jahreszeit nicht aus. So begegnete mir die Eingangshalle ziemlich trist. Nichtsdestotrotz luden die vielen HGV- und Regionalzüge zu ausgiebiger Fototour ein.

Schließlich blieb mir nach viel zu kurzem Inselbesuch nur noch der Rückweg nach Quarto d'Altino, um den Rest des Events noch über die Bühne zu kriegen. Der Rückflug am Montag verlief – außer einer erneuten knapp 2-stündigen Verspätung dann noch relativ problemlos.

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