Event-Berichte
Kategorie: Event-Berichte

DMF Venedig (Teil 1) – Flughafen-Wahnsinn

Erstellt am: 20. February 2013 von Tommi
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Was hatte ich nicht alles Schönes am vergangenen Wochenende geplant: Am Freitag sollte es um 9:55 Uhr vom Flughafen Berlin-Schönefeld in 1,5 Stunden nach „Venedig Marco Polo“ gehen; schnell ins Hotel eingecheckt, wollte ich dann direkt den nächsten Zug von Quarto d'Altino Richtung Venedigs Altstadt nehmen und dann auf Entdeckungsreise zu den beiden Bahnhöfen und über die kleine Insel gehen. Doch was verdankt man nicht alles einem belgischen Privatflieger, der kurz vor dem unserem Boarding mit seiner Kleinstmaschine auf dem Rollfeld crashed (Berlin-Airport.de).

Der Flughafen ist gesperrt

Nachdem wir also schön brav den Sicherheitsbereich wieder verlassen mussten, hieß es erstmal warten – aufs Gepäck und auf weitere Informationen. Nicht nur, dass die Informationspolitik auf dem Flughafen überhaupt nicht existent war – schon nach kurzer Zeit hatten wir die Sicherheitshinweise, „man solle das Gepäck nicht unbeaufsichtigt lassen oder Gepäck von Fremden annehmen“, endlos satt. Gegen 11 wurden dann die ersten Flüge schließlich gecanceled, darunter leider auch unserer. Die Schlange vor dem einzigen Service-Schalter bei easyjet war schon so lang, dass wir sicher Stunden hätten warten müssen, um schließlich dranzukommen. Zum Glück versuchte Kevin das Umbuchen der Flüge online über sein Telefon, so dass Matthias, Nelson und ich nachzogen.

Neuer Flug: 18:25 Uhr – zusammen mit den anderen Bootcamplern! Zu diesem Zeitpunkt – kurz nach Mittag – war allerdings noch nicht wirklich klar, wann der Flugbetrieb in Schönefeld überhaupt wieder aufgenommen werden konnte. Ersatzpläne für Matthias und mich wurden schon gemacht: Mit ICE bis München und CNL bis Venedig – geplante Ankunft 9:25 Uhr am Samstagmorgen. Dafür hätten wir kurz vor 5 vom Südkreuz abfahren müssen, also entschlossen wir uns, zumindest bis zum spätmöglichsten Termin irgendwelche Informationen noch zu erhaschen.

Der Flughafen füllt sich immer mehr

Natürlich strömten unaufhörlich neue Passagiere in den Flughafen. Da easyjet stündlich jede Menge Flüge in alle Himmelsrichtungen hat, wollten die natürlich alle einchecken, Gepäck abgeben und/oder durch die Sicherheitskontrolle. Vielen war nicht bekannt, dass der Flughafen gesperrt wurde – auch wir haben ja erst eineinhalb Stunden nach geplantem Abflug eine Email von easyjet erhalten. Und für diese Masse an Fluggästen ist Schönefeld mal so gar nicht ausgelegt. Also boten sich nur etwa 2-3 % der Passagiere Sitzplätze. Der Rest musste stehen, auch weil das Sitzen auf dem Boden aufgrund des begrenzten Platzes schon gar nicht mehr ging.

Nachdem kurz nach 3 die Check-In-Schalter wieder öffneten, ließen wir auch den Zeitpunkt verstreichen, an dem wir vielleicht doch noch den Zug hätten nehmen können. Die Flüge vom Morgen/Vormittag, die nicht gecanceled wurden, wurden als erste bedient. Wir standen schon in der Reihe eines Schalters und mussten Fluggast um Fluggast an uns vorbei lassen. Oli war mittlerweile auch am Flughafen angekommen, das lange Stehen fing nun richtig an zu schmerzen.

Der Flughafen wird mit einer Verspätung von 12,5 Stunden verlassen

Der geplante Abflug wurde von 18:25 Uhr halbstündlich immer weiter nach hinten geschoben – als wir dann endlich kurz nach 7 auch endlich wieder unser Gepäck loswurden und erneut unbeschadet durch die Sicherheitskontrolle kamen, erwarteten uns die bereits seit längerem hier verweilenden Bootcampler im Irish Pub. Auch hier ging das ca. halbstündigen Nach-hinten-Schieben der Startzeit weiter, so dass das ein oder andere Bier bestellt und gekauft wurde, bis die Läden schließlich dicht machten.

Im Flugzeug angekommen – durch den Re-Check-In durfte ich auf dem Sitz 1A Platz nehmen – fiel ich sofort in einen tiefen Traumschlaf – geschätzte Abflugzeit war schließlich 22:30 Uhr. Aus diesem riss mich schließlich die Landung in „Venedig Marco Polo“ um 23:53 Uhr. Nachdem wir auch endlich ein Taxi bekamen, waren wir nach dem Einchecken gegen 1 im Bett.

Gerne hätte ich hier über Venedig, Mestre und Santa Lucia berichtet – muss mir das allerdings für einen späteren Teil des Venedig-Reiseberichts aufheben. Glücklicherweise bekam ich am Sonntagnachmittag dann nämlich doch noch die Gelegenheit, zumindest für 2 Stunden den Weg zur Nordspitze der Insel zu machen. Weitere Teile und die Bilder gibt es dann auch in den kommenden Tagen.

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